Nino de Angelo – Biografie und Werdegang

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2010

Leider werden Ninos Pläne auch in diesem Jahr zunichte gemacht. Die stimmlichen Probleme ziehen sich durch das gesamte Jahr. Ganz gegen Ninos Natur muss er sich mit Vollplayback durch einige Live-Auftritte „mogeln“. Sehr frustrierend für ihn und die Fans. Jeder weiß, zu welcher stimmlichen Leistung Nino eigentlich fähig ist. 

2011

Das Jahr beginnt mit einer neuen Plattenfirma. Nino unterschreibt einen Vertrag mit „7 Days Music“. Die Stimme wird langsam besser, und er arbeitet an einem neuen Album. 
In der Sat1-Spielshow „Deutschland gegen Italien – Das Duell“ ist Nino im italienischen Team. Leider verlieren die Italiener, aber es bleibt bis zum Ende spannend. 
Im Spätsommer veröffentlicht Eko Fresh mit Nino eine Rap-Version von „Jenseits von Eden“. Diese wird bei der RTL-Musikshow „The Dome 59“ vorgestellt, und kommt auch bei jungen Leuten sehr gut an.

2012

Anfang des Jahres überrascht Nino wieder als Schauspieler. Er übernimmt eine kleine Rolle in der Kriminalserie „Die Küstenwache“. Nino spielt einen Schlagersänger, der allerdings als Leiche endet. 
Am 16. März erscheint Ninos Album „Das Leben ist schön„. Das Warten hat nach sieben Jahren endlich ein Ende. 
Nino macht bei einer Radio-Promotion-Tour kräftig Werbung für das Album. Die erste Single „Niemals zu alt, um jung zu sein“ wird von vielen Radio- und TV-Sendern gut angenommen, und hält sich auch einige Woche auf Platz 1 der Airplay-Charts (konservativ).
Nino ist in der Koch-Show „Lafer, Lichter, Lecker“ zu Gast, und stellt seine Kenntnisse unter Beweis.
Die zweite Single „Das Leben ist schön“ wird von den Radiosendern nicht groß beachtet, aber dafür ist Nino den gesamten Sommer über in vielen TV-Sendungen präsent. 
Bei der RTL-Show „Star Race“ macht sich Nino zusammen mit seinem Teampartner Jimi Blue Ochsenknecht auf eine spannende Reise durch die Philippinen. Am Ende sind sie als Team „Gemütlich“ siegreich und spenden Ihren Gewinn von 10.000 Euro für die Straßenkids von Manila. 
Die dritte Single „Heiligenschein“ wird nach langer Zeit mal wieder eine „richtige“ Single, und kann käuflich erworben werden. Nino stellt sie in der Samstagabend-Show „Willkommen bei Carmen Nebel“ vor. 
Auch als Songwriter ist Nino wieder aktiv. Für das Album der österreichischen Sängerin Allessa schreibt er drei Titel, „Mein Herz“, „Warum habe ich es Dir nicht einfach gesagt“ und „Te ne vai“. Die Songs sind vor allem in Österreich sehr erfolgreich. 
Und noch ein TV-Highlight: Nino startet bei der „Stockcar Crash Challange 2012“ von Pro7. Er belegt den 3. Platz, und das auf nur noch drei Rädern! Da es am Ende zwei Sieger gibt, hätte Nino eigentlich den 2. Platz verdient…
Das Jahr endet mit einigen TV-Auftritten, u. a. im „Adventsfest der 100.000 Lichter“ (ARD), bei dem Nino seinen ersten eigenen Weihnachtssong „Mitten im Dezember“ vorstellt, und am 1. Weihnachtstag in der Helene Fischer Show, in der Nino zusammen mit Helene Fischer eine Swingnummer präsentiert. Sozusagen ein Extra-Weihnachtsgeschenk für alle Fans.

2013

Im Rahmen der dreitägigen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit hat Nino am 05. Oktober einen kurzen Auftritt am Brandenburger Tor in Berlin. Er singt dort zwei Titel beim „Tag des deutschen Schlagers“.
Im November muss Nino sich einen kirschkerngroßen gutartigen Tumor entfernen lassen. Durch den Eingriff in unmittelbarer Nähe des Gesichtsnervs kommt es zu Irritationen, die eine vorübergehende Lähmung der rechten Gesichtshälfte zur Folge haben.

2014

Auf dem Album „Michelle – die ultimative Best Of“ erscheinen drei Titel aus Ninos Feder: Die Ballade „In deinen Armen“, das seinem vor seiner Geburt verstorbenen Bruder gewidmete „Tatoo in meinem Herzen“ und „Herzstillstand“, ein Song in typischem tanzbaren Schlager-Rhythmus.
Im August erscheint eine CD-Box seiner ersten fünf Alben aus den Jahren 1983 – 1987 – inklusive Nachdrucke der damals erschienenen Cover.
Zum Ende des Jahres gibt es dann noch einmal musikalisch etwas Neues. Zunächst erscheint am 6. November die Radio-Single „Wir sind am Leben“. Sie ist ausschließlich als Download-Version erhältlich. Am 5. Dezember kommt dann das Album „Meisterwerke“ in den Handel – auch als CD im herkömmlichen Sinne. Nino interpretiert hier Titel von Kollegen, die ihm im Laufe seines Lebens besonders viel bedeutet haben – zum Beispiel „Merci Cherie“ von Udo Jürgens und „Goldener Reiter“ von Joachim Witt.

2015

Das Highlight des Jahres ist Ninos Teilnahme an der Reality Show „Promi Big Brother“ von SAT 1. Am 14. August zieht er in das von der Außenwelt abgeschirmte Haus auf dem Gelände des TV-Senders in Köln ein. Die Teilnehmer haben keine Zeitung, keine Bücher, kein Fernsehen und noch nicht einmal Stifte und Papier. Sie haben nur sich selbst und müssen miteinander kommunizieren – ob oben in der Luxuswohnung oder unten im kargen Keller. Die Bewohner der zwei Bereiche bekommen täglich Aufgaben, durch die sie entweder einen Umzug nach „oben“ gewinnen können oder einen Abstieg nach „unten“ riskieren. Außerdem entscheiden nach einigen Tagen die Zuschauer per Telefon-Abstimmung, wer das Haus verlassen muss. Nino sorgt mit seinem Einfallsreichtum und seiner Ehrlichkeit für beste Unterhaltung und schafft es so bis ins Finale. Er erreicht den 3. Platz in der Gesamtwertung hinter Menowin Fröhlich und dem Sieger David Odonkor. In der Liste der Personen, über die im Netz am meisten gesprochen wird, steht er sogar auf Platz 1 mit einem „Fan Faktor“ von 117.554 vor Menowin Fröhlich (96.152) und Desiree Nick (73.608). Der heimliche Star der Sendung blieb allerdings außerhalb der Wertung: die von Nino gebastelte Papiertüte „Rudi“. Die Nachfrage war so groß, dass Kopien von ihm anschließend als besonderer Fanartikel bestellt werden konnten. In liebevoller Handarbeit wurden sie in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Nürnberg hergestellt.

2016

Wieder hat Nino mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Ende März muss er sich einer Operation am Herzen unterziehen und bekommt drei Bypässe. Das Jahr verläuft also äußerlich recht ruhig. Dennoch arbeitet Nino an neuen Songs und bereitet ein Album vor, das im darauffolgenden Jahr erscheint. Außerdem kündigt er im November seine erste Live-Tour an, die im Frühjahr 2017 stattfinden soll.

2017

Nino ist bekanntlich immer für eine Überraschung gut – und „Freitag der 13.“ soll diesmal sein Glückstag sein. Als Vorbote zu seinem neuen Album „Liebe für immer„, das am 3. März erscheint, kommt am 13.01. bereits die Single „Solange mein Herz noch schlägt“ heraus. Passend dazu läuft am 19. Januar im „Deutschen Musikfernsehen“ das große „Nino de Angelo spezial“. Die Sendung wird mehrere Male wiederholt und ist auch im Internet abrufbar. „Liebe für immer“ soll als „eine Liebeserklärung an die verschiedenen Genres gelten“, die Nino seit den 1980er Jahren mitgeprägt hat. So jedenfalls wird sie von der Plattenfirma Telamo angepriesen. Die 14 Songs des Albums reichen von Schlager über Pop, Soul und Dance – und auch rockige Einschläge sind vorhanden. Produziert wurde es von Lalo Tetenkov gemeinsam mit Nino, der auch sämtliche Texte zumindest als Co-Autor mit verfasst hat.
Gute zwei Monate später – am 19. Mai – erscheint gleich noch ein weiteres Album: „Nino de Angelo – Das Beste„. Darauf sind Neuaufnahmen von 15 Songs aus den 1980er Jahren, zwei Hitmixe sowie drei neue Titel, die bereits auf „Liebe für immer“ erschienen waren.
Die geplante Tour wird allerdings wegen stockenden Kartenverkaufs auf Herbst verschoben. Dann jedoch tritt Nino mit einem längeren Live-Programm in familiärer Atmosphäre in verschiedenen kleineren Hallen auf. Die Bühne ist als sein „Wohnzimmer“ gestaltet – und bei jedem Konzert dürfen ein paar ausgewählte Fans auf seinem Sofa platznehmen und den Auftritt von dort verfolgen.
Auch als Schauspieler ist Nino im September zu sehen. In einer Folge der Krimi-Serie „Alarm für Cobra 11“ spielt er sich selbst.

2018

Im Frühjahr trennt sich Nino von seinem bisherigen Manager Michael Sommer. Beide gehen fortan getrennte Wege.

Musikalisch ist Nino auf der Suche. Die Schlagerbranche erscheint ihm zu „glatt“ und „nicht ehrlich“. Im Sommer kommt es zu einer Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Dave Kaufmann. Sie nehmen den Swing-Klassiker „Just a Gigolo“ neu auf und präsentieren ihn live und in einem Video. Das Echo beim Publikum ist aber eher verhalten.

2019

Am 1. April verkündet Nino, es gäbe im August ein neues Album mit dem Titel „Helden“. Zwar betont er ausdrücklich, es sei kein Aprilscherz, jedoch erscheint es dann doch nicht. Stattdessen veröffentlicht er ein Duett mit Semino Rossi mit dem Titel „Nur Du“, das auf allen bekannten Download-Portalen heruntergeladen werden kann.

2020

Dieses Jahr ist fast vollständig von der Covid-19-Pandemie geprägt. Ab Mitte März gibt es den ersten Lockdown mit geschlossenen Restaurants, Geschäften und Schulen sowie weitgehenden Kontakt- und Reisebeschränkungen. An Konzerte und Auftritte ist nicht einmal im Ansatz zu denken und Künstler, die davon leben, vor Publikum zu spielen, werden praktisch arbeitslos. Um überleben zu können, bedarf es einer besonderen Kreativität. Nino unterhält seine Fans in dieser Zeit mit zahlreichen lustigen aber auch nachdenklichen Posts auf Instagram, Facebook und Tiktok.
Im Juni überrascht er dann als Duettpartner von Bertram Engel. Der kraftvolle Song „Nelle tue mani (Your Heart)“ ist auf den einschlägigen Download-Portalen in einer kurzen und einer langen Version erhältlich.
Vor allem arbeitet er aber im Verborgenen an einem neuen Album, das er in den Chameleon-Studios in Hamburg aufnimmt – dort, wo er 37 Jahre zuvor „Jenseits von Eden“ eingesungen hatte. Und wie 1983 gelingt ihm hier ein Meisterwerk der Extraklasse. Am 23. Oktober veröffentlicht er die Vorab-Single „Gesegnet und verflucht“. Dazu gibt es ein eindrückliches Video, das an einen Blockbuster erinnert. Innerhalb kürzester Zeit schnellt es in den Download-Charts ganz nach oben und überspringt nach nur 6 Wochen die Marke von 1 Mio. Klicks auf YouTube. Lob und Anerkennung gibt es nicht nur von den Fans, sondern auch von vielen Menschen, die bisher mit ihm oder seiner Musik überhaupt nichts anfangen konnten. Durch die Zusammenarbeit mit dem Produzenten Chris Harms, der eigentlich der Metal-Szene entstammt, hat sich Nino völlig neu erfunden.

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